Oder sollte man an dieser Stelle eher sagen: Die Kunst ist ein Talent der Natur?
Egal wie man es auch ausdrücken will, Fakt ist, die Natur versetzt uns mit ihrer Kunst immer wieder in Staunen, beglückt uns mit farbenfrohen Kunstwerken, oder stimmt uns mit fantastischen Abstrakten nachdenklich oder erschreckt uns mit ihren natürlichen Gewalten. Naturgewalten, die bei genauerem Hinsehen ebenfalls tolle Kunstwerke vor unser Auge zaubern können, wenn man sich denn auf sicherem Terrain befindet.
Ja, die Natur ist in der Tat ein Kunstwerk und nicht nur das. In Bergkamen wurde in der letzten Ferienwoche ein "Landart-Projekt" ins Leben gerufen, wo Kinder und Jugendliche mit Spaß und Sinn für Kunst zusammen fanden. Die Jungen und Mädchen hatten hier die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Naturkunstwerke zu schaffen. Ihre Kunstwerkzeuge waren neben Blättern und Moos, auch Steine oder Erde - all das, was Wald und Flur freiwillig zur Verfügung stellten. Erlaubt war alles, was gefällt. Das Ergebnis kann in seiner ganzen Schönheit allerdings nur von der ortsnahen Ökologiestation betrachtet werden. Im Grunde genommen muss man sogar ganz hoch hinaus, auf den Aussichtsturm steigen. Denn die vielen kleinen Kunstwerke aus Naturgut, zeigen ein großes Ganzes - eine Gruppe laufender Männchen. Begleitet wurden die Jungen und Mädchen von dem ansässigen Landschaftsarchitekten und dem Künstler und Mineraloge Frank Schulze.
Naturgut als Grundlage für ein Kunstwerk - etwas, was hier noch fehlt, findet Ihr nicht auch? Vielleicht hat jetzt zur Frühlingszeit jemand eine ganz besondere Idee, wie man die Natur zur Kunst macht oder umgekehrt?
Ich bin gespannt!
Eure Clara

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